Destroit, le

Israel | Royaume de Jerusalem

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Toponymes connus

  • Destroit, le Med.
  • Pierre encise Med.
  • Khirbet Qarta - חורבת קרתא Hebrew
  • Tour du Destroit Med.
  • Petra incisa Latin
  • Khirbet Dustray Arabic
  • Destrictum Latin

Description

Français | Deutsh

Geschichte

Die Geschichte des Turms von Destroit (in den Chroniken auch Pierre encise oder Via stricta genannt) ist mit der eines engen Korridors verbunden, dem zur Zeit der Kreuzzüge unumgänglichen Durchgang der Küste entlang. Zwischen Caiffa und Cesarea, wo der Küstenstreifen enger wird existierte – vielleicht schon zur Zeit der Phöniker – ein ca.200m langer Engpass. Die am Ein- und Ausgang in die Felswand eingeschlagenen Löcher weisen auf die Möglichkeit, dass einmal hier Tore angelegt waren.

Am Anfang der Kreuzritterstaaten verunsicherten Räuber die Gegend, wie man in den Zeugnissen der Pilger lesen kann. Auf seiner Rückkehr von der gescheiterten Belagerung von Akka im Juli 1103 befriedete König Baudoin I. die Region. Er wurde beim Kampf gegen die Räuber schwer vertezt.

An einem unbekannten Datum bauten die Templer zur Absicherung vom Engpass in der Nähe einen Turm. Einer Burg ähnlich war er von einer viereckigen Mauer umgeben.

Wahrscheinich im Jahre 1218, nach dem Bau vom mächtigen 1km weit gelegten Chastel-Pèlerin, verlor der Turm von Destroit seine Bedeutung, und wurde abgebaut.

Beschreibung

Vom Turm sieht man nur noch einige Fundamente. Die größte Seite ist 15m lang, die Mauer 2,4m breit , wie bei vielen ähnlichen Türmen in der Gegend.

Zwei Zisternen und ein Netz von Kanalisationen sorgten für die Einspeicherung des Regenwassers, die erste Zisterne auf der Westseite, die andere auf der oberen Seite.

Spuren einer Mauer zeigen, dass auf der Süd- und Ostseite Gebäude standen ; Löcher beweisen, dass ein Dach existierte und 13 Futterkrippen lassen auf einen Pferdestall schließen.

Auf der Ostseite hatte man auch einen Wehrgang in die Felswand eingeschlagen. Im Jahre 1859 hat der Baron Guillaume Emmanuel Rey noch seine Mauerzacken gesehen.

Nicht weit entfernt kann man auch noch Spuren anderer Gebäude sehen, Pferdeställe, mehrer Zimmer mit Nischen.

Wahrscheinlich konnte die ganze Einrichtung eine Garnison von 15 bis 20 Mann empfangen.