Gaston

Turquie | Principauté d'Antioche

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Toponymes connus

  • Gaston Med.
  • Baghras - Baġras / بغرس Arabic Contemp.

Description

Français | Deutsh

Geschichte

Am Zugang des Belenpasses gelegen hatte diese Festung eine entscheidende Rolle bei der Verteidigung des kreuzritterlichen Fürstentums von Antiochia. Unter dem Namen Gaston oder Gastin –vom lateinischen Castron, Burg – geriet das heutige Baghras in den Jahren 1150 unter die Heerschaft der Franken, ohne dass man weiß, wie das genau geschah. Immerhin besaßen dort die Templer eine Garnison, die 1154 eine Angriffstruppe des Sultans Mas’du am Pass von Portelle vernichtete.

Gegen 1170 wurde die Burg vom armenischen Abenteurer Mleh, einem Abtrünnigen des Tempelordens im Dienst von Nur al-Din erobert. Nach Mlehs Tod im Jahre 1175 nahmen die Templer Gaston zurück. Dreizehn Jahre später, am 26. September 1188, nahm sie Saladin, der sie aus Angst vor der angekündigten Ankunft von Barbarossas Heer schliff.

Ritter Fulk von Bouillon nahm sie im Jahr 1191 im Auftrag seines Cousins Prinz Leo II. von Armenien (1198 zum König von Armenien proklamiert) zurück. Leo restaurierte die Festung, und überreichte sie erst 1216 den eigentlichen Besitzern, nach zahlreichen Klagen der Templer und des Papstes. Die Templer versuchten nicht sie gegen Baibars Heer zu verteidigen, und verbrannten alles, was sie konnten.

Die Zitadelle steht westlich am Rand einer Felswand, und braucht nur an den anderen Seiten verteigt zu werden.

Am Eingang am Osten überragt ein Bergfried eine doppelte Mauer. Im Hof befindet sich ein großer Saal und die gut erhaltene Burgkapelle. Unterirdische gewölbte Räume in großer Zahl lassen schließen, dass eine wichtige Garnison hier lebte, die durch ein teils noch sichtliches Aquädukt im Südwesten versorgt wurde. Am Fuße der Festung quillt noch Wasser aus dem berühmten “Gaston-Brunnen”…